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Putins heimliche Krieger
Moskau, 30.8.2014


Verwandte des 18-jährigen Wehrpflichtigen Andrej Wilchowik haben gegenüber Dozhd die Information bestätigt, dass ungefähr 200 Wehrpflichtige, die im Rostower Gebiet dienen, dazu gezwungen werden, Verträge zu unterschreiben, wobei ihnen auch mit der Beschädigung ihrer Wehrpässe gedroht wurde. Die Nachricht darüber hatten zuvor einige Dutzend Eltern von Soldaten an das Komitee der Soldatenmütter geschickt.
 
Wilchowik selbst hat seinen Wehrdienst im Rjasaner Gebiet geleistet, im 137. Garderegiment der Fallschirmjäger. Ende Juli 2014 wurde er in eine Militäreinheit in der Nähe des Ortes Gukowo im Rostower Gebiet verlegt, in dessen Nähe der gleichnamige Übergangspunkt an der russisch-ukrainischen Grenze befindet.
 
Nach Angaben der Verwandten des Soldaten hatte dieser sie die Tage angerufen und mitgeteilt, dass er und seine Kameraden zum Unterschreiben von Verträgen gezwungen werden. Die Eltern verbaten Wilchowik das zu tun und er stimmte zu und versicherte, dass er nichts unterschreiben wolle, da er nur noch zwei Monate zu dienen habe – bereits am 7. November sollte der Soldat nach Hause zurückkommen.
 
Allerdings rief er am Abend desselben Tages seine ältere Schwester zurück und sagte, er habe den Vertrag unterschrieben, erklärte aber nicht, warum er so schnell seine Meinung geändert hatte. Am nächsten Tag rief der Soldat einen Freund an, dem er genau erzählte, wie er dazu gezwungen wurde, den Vertrag zu unterschreiben. Nach den Worten des Soldaten wurde ihm und seinen Kameraden gedroht und die Wehrpässe beschädigt.
 
„Der Kapitän hat folgenden Satz gesagt: ´Ihr seid für mich jetzt Vertragssoldaten und wenn ihr nicht unterschreibt, dann unterschreibe ich alles selbst´; das teilte die zweite Schwester des Soldaten Nina Wilchowik mit. Denselben Satz haben auch andere Wehrpflichtige gegenüber ihren Verwandten wiederholt.
 
Später hat sich die Familie Wilchowik an das Komitee der Soldatenmütter und einen Juristen gewandt, der ihnen geraten hat, eine Liste von Beschwerden zusammen zu stellen, sie an Rechtsbehörden zu schicken und nach der Eingangsbestätigung den Soldaten anzurufen und ihm zu sagen, dass er und seine Kameraden Berichte über die Auflösung der Verträge schreiben sollen.
 
Original (russisch): http://tvrain.ru/articles/rodstvenniki_rasskazali_o_skoroj_otpravke_200_voennyh_v_ukrainu-374742/
 

 

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