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Schreckliche Bilder
Moskau, 27.4.2014


Gefangene ukrainische Geheimdienstoffiziere werden in Slawjansk in Unterhosen vor laufender Fernsehkamera gedemütigt - von den "Separatisten" um Igor Strelkow, bei dem viel dafür spricht, dass er ein Offizier des russischen Militärgeheimdienste GRU ist. Sie werden "interviewt" von Leuten, die sich "Journalisten" nennen.
Was für Gefühle lösen solche Bilder bei den Ukrainern aus? Bei Balten, Weißrussen, Georgien, allen anderen Nachbarn Russlands?
Russland beklagt sich immer, es werde von der NATO und der EU "umzingelt". Ist es ein Wunder, dass sich Russlands Nachbarn nach Westen wenden, wenn sie solche Bilder sehen?

Update aus dem Liveticker: "Separatistenchef führt deutsche Militärinspekteure vor"
Video: http://inforesist.org/video-zaderzhannye-oficery-sbu-v-slavyanske/

Zur Verbindung des Anführers nach Moskau:
(siehe https://www.facebook.com/reitschuster/posts/866677980014058?stream_ref=10)


Der Anführer der „Separatisten“ in Slawjansk , die OSZE-Beobachter als Geiseln halten, darunter vier Deutsche, hat erstmals vor einer Kamera seine Gesichtsmaske abgenommen. Es handelt sich um Igor Strelkow, laut ukrainischen Behörden Offizier des russischen Militärgeheimdiensts GRU, was auch russische Medien berichten. Sollte das wirklich zutreffen, hätte de facto das Verteidigungsministerium in Moskau die Verantwortung für die Geiselnahme und die Befehlsgewalt über die Geiselnehmer. Seine „Einheit“ sei „auf dem Territorium der Krim“ formiert worden und bestehe aus Freiwilligen, davon zwei Drittel Ukrainern, sagte Strelkow im Interview mit einem TV-Sender der kremlnahen Zeitung „Komsomolskaja Prawda“. Dabei versprach sich Strelkow und sagte die Mehrzahl seiner Leute hätte Kriegserfahrung: "Viele haben in der russischen Armee an Kriegen teilgenommen, darunter auch ukrainische Bürger". In der schriftlichen Version des Interviews wird dieses Zitat verfälscht wiedergegeben. Seine Männer hätten den Entschluss gefasst, in die Stadt Slawjansk zu fahren – ausgerechnet einen der strategisch wichtigsten Orte für eine mögliche russische Militäraktion, weil er zentral zwischen den ostukrainischen Regionen gelegen ist. „Meine Leute wollen nicht in Donezk Schluss machen, sie wollen die ganze Ukraine von den Faschisten befreien“, sagte Strelkow, aber er bekomme keine Waffen aus Russland: „Niemand wird wegen Slowjansk einen Dritten Weltkrieg beginnen oder wegen der Ukraine, einem Staat, der vor allem den eigenen Bürgern das Gehirn wäscht, und einen Fluss von Lügen verbreitet.“

Mein persönlicher und deshalb völlig subjektiver Eindruck von dem Video: Strelkow ist ein nüchterner Militär, wirkt fast etwas schüchtern, wie ein braver Befehlsempfänger, der sich unwohl fühlt in seiner Rolle, und nicht der Typ Mensch, der aus Überzeugung von sich aus einen Aufstand beginnt.

Nachricht und Video des Interviews: http://www.newsru.com/world/27apr2014/strelkov.html
http://www.kp.ru/daily/26225.7/3107725/


Was wird Deutschland als Zugeständniss abgepresst für die Freilassung der Geiseln? Beim letzten Mal, als Moskau Berlin bei einer Geiselfreilassung half - in Syrien - war der (geheime) Deal, dass die Bundesregierung ihren Widerstand gegen eine neue Visaregelung mit der EU fallen läßt, die russischen Apparatschiks mit Dienstpässen visafreises Einreisen ermöglichen soll.
(SPOL: "Unterhändler der OSZE wollen im ostukrainischen Slowjansk über die Freilassung der festgehaltenen Militärbeobachter verhandeln. Doch vorher präsentiert Milizenführer Ponomarjow die Männer, darunter auch deutsche Bundeswehroffiziere, der Presse."

Separatisten bezeichnen OSZE-Geiseln als Nato-Spione.
SpOl: "Die Terroristen wollen die Geiseln (darunter vier Deutsche) als menschliche Schutzschilde einsetzen"
Die ukrainischen Sicherheitsbehörden schildern die Lage der festgehaltenen Militärbeobachter in drastischen Worten. Die Haftbedingungen in Slowjansk seien unmenschlich, eine der festgehaltenen Personen benötige dringend medizinische Hilfe.

Kann man da noch so tun, als wisse man nicht, was für Geister der Kreml da gerufen hat und benutzt in der Ost-Ukraine? Ich bin gespannt, wann der nächste Aufruf an den Verhandlungstisch von Steinmeier kommt. Und Gerhard Schröder? Der ist doch Berichten zufolge immer dann Vermittler mit Moskau, wenn deutsche Unternehmen in Russland Probleme haben. Hat er sich eingeschaltet in die Geisel-Krise?

http://www.spiegel.de/politik/ausland/osze-geiseln-in-ukraine-separatisten-sprechen-von-nato-spionen-a-966281.html

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