Kampf gegen Windmühlen


„Putin hat die Krim gerettet, wenn er sie nicht befreit hätte, gäbe es heute dort Blutvergießen wie in der Ostukraine“ – diese Aussage einer aufrichtig empörten Russin war leider nur die Spitze des Propaganda-Eisbergs, der mir bei mir dieser Tage bei meinen Vorträgen entgegenkam. Die Propaganda-Mär vom Versprechen, die NATO nicht zu erweitern, ist allgegenwärtig. Sie wird wider jede Vernunft mit irgend welchen angeblichen Aussagen von Teltschik und Genscher mit Inbrunst verteidigt. Ebenso wie der Mythen vom „Vorrücken“ der NATO und dem armen Putin, dem wir die ausgestreckte Hand wegschlugen. Die Einstellung zu Putin scheint bei vielen religiösen Charakter zu haben – sie ist eine Glaubensfrage. Und es lassen sich immer ein paar vermeintliche Belege finden, um bei diesem Glauben zu bleiben. Wenn die Fakten dagegen sprechen? Umso schlechter für die Fakten, frei nach Hegel. Heute Abend habe ich noch eine Veranstaltung in Braunschweig, und dann erst mal eine längere Auszeit. Die ist auch nötig. So viele Schönheiten man bei den Reisen auf und ab durchs Land sieht (anbei ein paar Bilder) – der Kampf mit Argumenten gegen Windmühlen zehrt an den Kräften und raubt einem zuweilen den Glauben an die Vernunft unserer Spezies.


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