Berlin und Hugendubel - jetzt Hildmann-frei


Ungewöhnliche Ruhe vor dem Alten Museum in Berlin: Wo sonst Attila Hildmann seine Corona-Demos abhält, und Gegendemonstranten ihm an den Fersen sind wie Mannsdicker beim Fußball den Stürmern, herrschte heute ganz normaler Samstags-Spazierbetrieb. Nur die Lesben sorgten mit ihrer Demonstration für etwas Abwechslung und ungewöhnliche Bilder in der Hauptstadt, die tief im Demo-Sommerloch versunken scheint. Das Verbot der Hildmann-Demonstration ist mehr als fragwürdig. Egal, wie man zu seinen Aussagen und seinen Thesen steht: Noch hat auch in Deutschland niemand die Unschuldsvermutung abgeschafft, und eine Kundgebung einfach auf Verdacht zu verbieten, ist ein weiterer Schritt weg von der freiheitlichen Demokratie. Zumal eine der Begründungen für das Demo-Verbot - die Abstandsregeln seien bei Hildmann Kundgebungen nicht eingehalten worden - schon so zynisch ist, wie man es sonst eher von Behörden autoritären Staaten kennt. Ständig wird bei Demonstrationen in Berlin die Abstandsregel nicht eingehalten, auch heute bei den Lesben. Nur wenn die Regelbrecher politisch genehm sind, bleibt der Regelverstoß offenbar folgenfrei. Aber wehe, die Falschen brechen die gleichen Regeln. Dann schlägt der Rechts(?)Staat mit voller Härte zu. Oder ist es eher ein Linksstaat? Bemerkenswert ist in diesem Zusammenhang auch, dass der gleiche Senat in Berlin den alljährlichen antisemitischen Al Quads Tag angeblich nicht verbieten kann. Hier mein aktuelles Video:

Wer die Wahrheit sagt, braucht ein schnelles Pferd, besagt ein chinesisches Sprichwort. In Deutschland 2020 braucht man dafür eher einen guten Anwalt.

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