Corona – lebensgefährlich auch für Dogmen

Es gibt kein Übel ohne gute Seiten, besagt ein altes russisches Sprichwort. Und auch wenn es einem schwer fällt, daran zu glauben, angesichts der massiven Einschränkungen und Schreckensmeldungen, die Corona derzeit mit sich bringt, scheint die Redensart doch nicht ganz so falsch zu sein.

Als „Kollateralnutzen“ hat Corona jetzt eine Behauptung von zahlreichen Umweltschützern und allen voran der umstrittenen „Deutschen Umwelthilfe“ entlarvt, die Kritiker als mit Steuergeldern geförderten Abmahnverein sehen, und deren Agieren für viele Autofahrer in unserem Land massive negative Folgen hat. Denn laut „Umwelthilfe“ sind Verbote von Diesel-Motoren in deutschen Innenstädten zur Luftreinhaltung in vielen Fällen zwingend notwendig. Das, so wird nun im Zuge der Corona-Krise klar, trifft offenbar nicht zu.

Fachleute etwa von der Wissenschaftsakademie Leopoldina hatten schon seit langem ihre Zweifel an dem Diesel-Dogma. Jetzt mahnt der Experte Martin Schraag: Die Corona-Krise…entlarvt die Diesel-Fahrverbote als beispiellose Fehleinschätzung von Behörden und Gerichten, die zig tausenden Autofahrern unnötigen finanziellen Schaden verursacht hat.“

Was hat Corona an den Tag gebracht? Im März 2020 hat sich der werktägliche Verkehr zu den Spitzenzeiten in vielen Städten fast halbiert. So auch in der Baden-Württembergischen Landeshauptstadt Stuttgart. Dort hatte Verkehrsminister Winfried Hermann von den Grünen seit 2019 ein umstrittenes Fahrverbot für alle Diesel-Pkw unterhalb Euro-5-Norm verordnet, gegen heftigen Widerstand. Das Fahrverbot gilt auch in Bereichen, in denen es keine erhöhte Stickstoffdioxid (NO2)-Konzentration gab.

Nun fällt auf, dass es auch mit weitaus weniger Verkehr NO2-Spitzen gibt – teilweise sogar mitten in der Nacht, wenn kaum Autos unterwegs sind. Hatte die Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg (LUBW) bisher 80 Prozent der NO2-Werte dem Verkehr zugerechnet, so kommt sie nun in massive Erklärungsnöte. Viel spricht dafür, dass das Wetter einen größeren Einfluss hat als bisher angenommen – und möglicherweise auch Haus-Heizungen. Umweltminister Hermann von den Grünen macht dennoch keinerlei Anstalten, das Fahrverbot aufzuheben (Details finden Sie hier).

Von ähnlichen Enthüllungs-Effekten wie beim Stickstoffdioxid wird auch beim Kohlendioxid (CO2 ) berichtet – dem so genannten „Treibhaus“-Gas, das viele alleinverantwortlich machen für den Klimawandel. Aufgrund des Wirtschaftseinbruches durch die Corona-Krise ist die Produktion von CO2 deutlich gesunken – nicht zuletzt aufgrund des Rückgangs des Ölverbrauchs und massiver Einbrüche im Luftverkehr. Die 0.0016%, die das vom Menschen erzeugte CO2 an unserer Atmosphäre ausmacht (es sind nicht mehr, obwohl man in vielen Medien oft einen ganz anderen Eindruck erhält), müssen damit logischerweise deutlich zurückgehen.

Am Mauna Loa Observatory auf Hawai, das den CO2-Gehalt in der Atmosphäre misst, gibt es bei den aktuellen Messdaten keinerlei Hinweise darauf, dass der Rückgang des vom Menschen verursachten Ausstoßes von CO2 irgend einen Einfluss auf die Menge des CO2 in der Atmosphäre hat. Die Messwerte vom 6. April 2020 sind fast identisch mit denen vom vor einem Jahr, ja sogar leicht angestiegen: 414,5 Parts per Millionen (ppm) CO2  gegenüber 412 ppm (Details finden Sie hier).

Diese Maßdaten werfen auch die Frage auf, in wie weit die Absicht der deutschen Regierung, mit einer maßgeblichen Reduzierung des CO2-Ausstoßes in der Bundesrepublik, die unzählige Milliarden Euro kostet, das Klima zu beeinflussen, realistisch sind. Oder ob sie – gerade auch angesichts der Tatsache, dass Deutschland nur zwei Prozent zum weltweiten menschengemachten CO2-Ausstoß beiträgt – eher an Größenwahn erinnern – wenn nicht einmal ein weltweiter deutlicher Rückgang des vom Menschen verursachten CO2-Ausstoß Auswirkungen auf den CO2-Gehalt in der Atmosphäre hat. Corona ist also nicht nur lebensbedrohlich für die menschliche Gesundheit – das Virus hat auch das Zeug zum (Umwelt-)Mythen-Killer.


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Bild: PIXABAY

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