Der Gebührenzahler – die Sau

Zumindest formal haben wir noch Meinungsfreiheit in Deutschland, und alle, die politisch linksgrün verortet sind, haben sie auch in der Realität. So auch Danny Hollek. Als Privatperson kann er durchaus sagen, dass er ein “Antideutscher“ ist. Jeder denkt sich seinen Teil. Und wer weiß – vielleicht hätte er mit dieser Aussage sogar weniger an Ressentiments und Anfeindungen zu befürchten, als wenn er das Gegenteil geschrieben hätte („Ich bin ein Deutscher“).

Wie dreist seine Aussage ist, versteht man am besten, wenn man sich vorstellt, jemand hätte statt „Deutscher“ eine andere Nation hinter das „Anti“ gesetzt. Sich etwa als „Anti-Türke“ bezeichnet oder als „Anti-Russe“. Menschen in diesen Ländern – und wohl in fast allen der Welt – verstehen kaum, warum sich in Deutschland so viele so gehässig über das eigene Land äußern. In 16 Jahren in Russland haben mir viele Menschen dort erzählt, wie sehr sie der in Deutschland weit verbreitete Selbsthass befremdet. Und zwar nicht Verantwortung für die Vergangenheit und Läuterung – das ist etwas ganz anderes, davor hat man im Ausland Respekt – aber nicht vor Selbsthass und Autoaggression.

Dass Hollek sich als „Antideutscher“ bezeichnet, könnte man als sein privates Problem abtun – wenn er nicht für den WDR arbeiten würde, also mit den Gebühren von Millionen Deutschen finanziert würde – denen er mit seiner Aussage förmlich eine Ohrfeige entgegen schleudert. Das ist so, wie wenn ein Mitarbeiter eines Steak-Hauses mit einem T-Shirt herumläuft, auf dem steht: „Ich hasse Fleischfresser“.

Ein solches Steak-Haus könnte man als Kunde einfach meiden. Die öffentlich-rechtlichen Fernsehsender mit ihrem betreuten Informieren muss man dagegen zwangsweise finanzieren. Und sich dann Lieder anhören wie „Meine Oma ist ´ne alte Umweltsau“ (siehe meinen Beitrag dazu hier).

Der öffentlich-rechtliche Rundfunk war einmal eine gute Idee – die pervertiert wurde. Hollek hat sich nicht nur als „Antideutscher“ gebrüstet, sondern auch noch die Großmütter seiner Kunden, sprich der Gebührenzahler, als „Nazisäue“ beleidigte – unter tausendfachem Applaus. Wenn sich Medienbericht bestätigen, denen zufolge der WDR-Mann sich auch im Umfeld der linksradikalen, im Visier des Verfassungsschutzes befindlichen Antifa bewegt haben soll (genauso wie diverse andere „Haltungs“-Journalisten beim ÖR) wäre dies ungeheuerlich. Linksradikalismus und Gebührenfernsehen sollten etwas sein, was sich ausschließt. Leider hat man immer öfter den Eindruck, das Gegenteil ist der Fall. Um sich klar zu machen, wie ungeheuerlich das ist, muss man sich nur mal für eine Sekunde vorstellen, jemand, der mit einer rechtsradikalen Organisation sympathisiert (hat), würde parallel für einen öffentlich-rechtlichen Sender arbeiten: Der Aufschrei würde die deutsche Medienlandschaft nachhaltig erschüttern.

Für die Frechheit mit der Oma als „Umweltsau“ hat sich WDR-Intendant Tom Buhrow inzwischen entschuldigt. Doch kann es mit einer Entschuldigung getan sein? Es muss endlich Verantwortung übernommen werden. Für die immer heftigeren Zumutungen, die der GEZ-Journalismus seinen „Kunden“ im Akkord zumutet. Für das „betreute Informieren“. Nur ein zwangsfinanziertes , mit Milliarden gepäppeltes System kann sich derart von der Realität und vor allem seinen Kunden loslösen. Die Geschichte zeigt: Solche Systeme ohne funktionierende Rückkoppelung können sich nie lange halten. Und die Abwärtsspirale hat begonnen: Genau weil die Verantwortlichen den Niedergang spüren, reagieren sie panikartig, etwa mit den Beschimpfungen der „blöden“ Zuschauer. Und beschleunigen damit nur den eigenen Untergang.


c


Bilder: Shutterstock (1), Screenshot twitter

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