„Gekommen um zu hören”-Aktion von Esken endet mit Polizei-Platzverweisen

In den großen Medien bekommt man kaum etwas mit davon, wie es aussieht, wenn der Berliner Politikbetrieb auf den Normalbürger trifft. Deshalb habe ich mich entschlossen, diesen Augenzeugenbericht von Mitgliedern der “Volksinitiative Demokratie” hier zu veröffentlichen. Weil ich es bemerkenswert finde, wie ein Besuch der SPD-Chefin an der Basis unter dem Motto „Gekommen um zu hören“ mit einem Polizeieinsatz, einem Platzverweis und Hausverbot für Besucher endet, die Plakate zeigen. Der Nordkurier berichtet über den Vorfall mit ganz anderem Tenor (nachzulesen hier). Die Regionalzeitung lässt die Betroffenen nicht zu Wort kommen. Sie können sich nun beide Seiten anhören bzw. lesen und sich dann Ihr eigenes Bild machen


Unter dem Motto „Gekommen um zu hören“ – Dialogtour der SPD-Bundestagsfraktion waren die SPD-Bundestagsabgeordnete Sonja Steffen und Parteichefin Saskia Esken am 05.08.2020 am Strelapark in Stralsund zu Besuch.

Nach dem Gruppenbild zu Beginn war es sicher geplant, wohlwollende Meinungen der Bürger zu hören. Der geplante Bürgerfrieden wurde jedoch gleich zu Anfang durch Plakatträger „gestört“.

Natürlich verstanden die anwesenden SPD-Führungskräfte keinen Spaß bei solch einer dreisten Meinungsäußerung und riefen die Polizei. Die rückte auch gleich mit zwei Wagen an.

Die Abgeordnete Steffen schreitet mutig der Polizei entgegen:

Nach einiger Diskussionszeit von Polizei und Plakatträgern erteilte diese den beiden freundlich aber bestimmt einen Platzverweis und das Einkaufszentrum Strelapark Hausverbot.

Jetzt begannen Bürger Fragen an Frau Esken zu stellen, über die Maskenpflicht, die unterschiedlichen Bewertungen von Frau Esken zur BLM-Demo und dem „Tag der Freiheit“.

Als Antwort kamen die „üblichen Worte“: Andere Länder haben viel mehr Tote, nur durch das entschlossene Handeln der Regierung wurde Schlimmeres verhindert, auf der Insel Rügen ist man froh über den Lockdown, da sonst viel Schlimmeres passiert wäre.

Die Fragesteller von https://volksinitiative-demokratie.de/ gaben sich mit den Antworten nicht zufrieden, bis die Abgeordnete Sonja Steffen und die Parteivorsitzende Saskia Esken die Fragesteller stehen ließen und gingen.

So geht zuhören heute. Das muss sich auch ein Passant gedacht haben und füllte den Papierkorb:


Hier die Meldung der Süddeutschen Zeitung zu dem Vorfall, die gleichlautend auch in anderen Medien zu lesen ist. Sie können sie mit den Videos von der Situation vergleichen, die ich darunter hochlade: “Stralsund (dpa/mv) – Die Polizei hat gegen drei Störer einer Veranstaltung mit der SPD-Bundesvorsitzenden Saskia Esken in Stralsund am Mittwoch Platzverweise ausgesprochen. Der Sicherheitsdienst des Einkaufszentrums Strelapark habe die Beamten zu Hilfe gerufen, teilte die Polizei mit. Drei Männer haben demnach in einigen Metern Entfernung zum Infostand Schilder unter anderem mit der Aufschrift “SPD-Idioten” gehalten und mit Zwischenrufen auf sich aufmerksam gemacht. Die Polizei nahm die Personalien der 42, 39 und 62 Jahre alten Männer auf. Diese folgten der Aufforderung, das Einkaufszentrum zu verlassen. Gegen sie wird wegen des Verdachts des Hausfriedensbruchs ermittelt.”


Wer die Wahrheit sagt, braucht ein schnelles Pferd, besagt ein chinesisches Sprichwort. In Deutschland 2020 braucht man dafür eher einen guten Anwalt.

Meine Seite, erst im Dezember 2019 gestartet, hat bis zu 520.000 Besucher und eine Million Klicks im Monat. Und sie hat mächtige Feinde. ARD-Chef-“Faktenfinder” Gensing hat mich verklagt; auch ein bekannter linker Aktivist ging gegen reitschuster.de vor. Helfen Sie mit! Mit jedem Euro setzen Sie ein Zeichen, ärgern gebühren-gepolsterte “Haltungsjournalisten” und leisten einen Beitrag, Journalismus ohne Belehrung und ohne Ideologie zu fördern – und hunderttausendfach zu verbreiten. Ganz herzlichen Dank!

So können Sie unterstützen:

Via Paypal (Link hier – Kästchen “Waren und Dienstleistung” bitte nicht aktivieren)

via Banküberweisung:

Boris Reitschuster

IBAN DE92 1001 1001 2629 8468 32

BIC NTSBDEB1XXX

N26 Berlin Verwendungszweck: reitschuster.de

Bedanken kann ich mich bei Überweisungen leider nur, wenn Sie eine (E-Mail-) Adresse angeben.

via Patenschaft (Link hier).

Auf Wunsch bekommen Sie als kleine Gegenleistung für Ihre Unterstützung auch eines meiner Bücher. Alle Details und Möglichkeiten der Unterstützung finden Sie hier.


Bild: Granada/Wikicommons/CC BY-SA 4.0/bearbeitet/Boris ReitschusterText: red

Keine Kommentare zu „Gekommen um zu hören”-Aktion von Esken endet mit Polizei-Platzverweisen

Kommentar schreiben