Grüne fordern Zwangs-Antirassismus-Schulungen

Ein Gastbeitrag von Josef Kraus

Lassen wir sie einfach selbst zu Wort kommen, die lieben Grün:*_/Innen. In ihrem aktuellen „10-PUNKTE-PLAN ANTIRASSISMUS“ fordern sie unter anderem: „Um einer pluralen Demokratie gerecht zu werden, sollten sich die vielfältigen und unterschiedlichen Perspektiven auf deutsche Geschichte und Gegenwart sowie die noch heute fortbestehenden neokolonialen Abhängigkeiten zwischen Ländern und Regionen sowie Solidarität in der migrationspolitischen und entwicklungspolitischen Zusammenarbeit auch in den Lehrplänen widerspiegeln. Aber nicht nur die Lehrpläne, auch die Schulen selbst sollen durch den Ausbau des Netzwerks ‚Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage‘ ermutigt und unterstützt werden, ihre Schule rassismuskritisch zu gestalten. Darüber hinaus sollten Lehrer*innen und Führungskräfte in regelmäßigen Abständen Antirassismusschulungen besuchen.“

Irgendwie kommt uns dies bekannt vor. Schweifen wir mal nur in die jüngste deutsche Geschichte ab. In der DDR gab es ideologiegesättigte Indoktrination in allen Bildungseinrichtungen: in den Schulen die Pflichtfächer „Staatsbürgerkunde!“ und „Wehrkunde“, an den Hochschulen ein Pflichtstudium in „Marxismus-Leninismus“. Krasser trieben es die Nationalsozialisten. Dort war ab Januar 1935 auf Anordnung von Bernhard Rust, Reichsminister für Erziehung und Volksbildung, Rassenkunde für die Schulen angesagt – mit Schwerpunkt im Fach Biologie.


Nicht zum Zwecke der Relativierung, sondern der historischen Wahrheit wegen erwähnen wir, dass es bei Stalin, dem „weisen Lehrer aller Völker“, Zwangsbeschulungen und Umerziehungslager gab – so man denn zu Beginn einer solchen Maßnahme überhaupt noch lebte. Auch das kommunistische China gehörte in Sachen Umerziehung nie zu den Waisenkindern. Heute noch müssen dort Journalisten eine Zwangsbeschulung im Fach „Marxismus“ absolvieren, und die Zahl der Uiguren, die in Umerziehungslagern interniert sind, geht in die Hunderttausende.


Nein, all das wollen wir den Grünen nicht unterstellen. Sie meinen es ja nur gut. Deshalb wollen wir uns konstruktiv einbringen. Wir hätten ein paar Vorschläge für das Anti-Rassismus-Curriculum. Wie wäre es zum Beispiel damit,

  • dass in unseren Schulen auch einmal ganz objektiv auf die Geschichte der Sklaverei eingegangen wird? Natürlich auch auf die millionenfache Sklaverei, die von Arabern und Muslimen ausging?

  • dass auf den Antiisraelismus und Antisemitismus der Muslime und des Islam eingegangen wird?

  • dass auf den Rassismus gegen Weiße eingegangen wird, zum Beispiel auch auf den aggressiven Rassismus von BLM-Aktivisten (m und w) gegen Weiße?

  • dass die Anwerbung von Fachkräften gerade aus Afrika einem Kolonialismus 2.0 gleichkommt?

  • Dass China den derzeit offensivsten Kolonialismus in Afrika wegen Bodenschätzen betreibt?

Teilnehmer solcher „Schulungen“ sollen nach den Vorstellungen der Grünen „in regelmäßigen Abständen“ Lehrer sein – und Führungskräfte. Hoffentlich sind die „grünen“ Eliten namens Baerbock, Habeck, Roth, Göring-Eckhardt, Hofreiter, Özdemir und Co. auch dabei. Nicht als Referenten, sondern als aufmerksame und lernbereite Teilnehmer. Zudem gäbe es bei 750.000 Lehrern in Deutschland ein reiches, selbstredend staatlich alimentiertes Betätigungsfeld für die „grüne“ Heinrich-Böll-Stiftung und für diverse „grüne“ NGOs.

Oder aber die Zielsetzung solcher „Antirassismusschulungen“ ist vielleicht eine andere? Ein Schelm, der Schlechtes dabei denkt! Die Zielsetzung könnte nämlich auch eine sein, wie sie der in der DDR drangsalierte und 1977 ausgereiste, große Lyriker Reiner Kunze in einem kurzen Gedicht mit dem Titel „Dialektik“ skizzierte: „Unwissende damit ihr / unwissend bleibt / werden wir euch / schulen.“

Josef Kraus (*1949), Oberstudiendirektor a.D., Dipl.-Psychologe, 1987 bis 2017 ehrenamtlicher Präsident des Deutschen Lehrerverbandes, 1991 bis 2013 Mitglied im Beirat für Fragen der Inneren Führung beim Bundesminister der Verteidigung; Träger des Bundesverdienstkreuzes am Bande (2009), Träger des Deutschen Sprachpreises 2018; Buchautor, Publizist; Buchtitel u.a. "Helikoptereltern" (2013, auf der Spiegel-Bestsellerliste), "Wie man eine Bildungsnation an die Wand fährt" (2017), "Sternstunden deutscher Sprache" (2018; herausgegeben zusammen mit Walter Krämer), "50 Jahre Umerziehung - Die 68 und ihre Hinterlassenschaften" (2018), "Nicht einmal bedingt abwehrbereit - Die Bundeswehr zwischen Elitetruppe und Reformruine" (2019, zusammen mit Richard Drexl)

Wer die Wahrheit sagt, braucht ein schnelles Pferd, besagt ein chinesisches Sprichwort. In Deutschland 2020 braucht man dafür eher einen guten Anwalt.

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Bild: Cornelius Kibelka/Pai Samora/Wikicommons/CC BY 2.0 / Die Grünen/Wikicommons/CC BY 2.0 / Boris Reitschuster

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