„Guter Demonstrant“ im ZDF gefeiert – „böser Demonstrant“ gefeuert

Der Basketballer Joshiko Saibou, seines Zeichens Bundesliga- und Nationalspieler, ist von seinem Arbeitgeber, den „Telekom Baskets Bonn„, entlassen worden, weil er an der „Querdenken 711“-Demonstration der Corona-Maßnahmen-Kritiker in Berlin teilgenommen hat. Maximilian Rieger, Journalist beim gebührenfinanzierten Deutschlandradio, hatte ihn auf Twitter denunziert. Der Bundesliga-Verein warf seinem Ex-Angestellten vor, es „erfüllt schon fast den Tatbestand der fahrlässigen Körperverletzung, wenn ich mich diesen Gefahren in Berlin aussetze und damit auch meine Mitmenschen und Teamkollegen gefährde.“ Mit Saibous Meinung habe die Kündigung natürlich nichts zu tun. Merkwürdig. In den Medien wurde Saibou massiv attackiert und denunziert. Er sei durch „krude Verschwörungstheorien“ aufgefallen, schrieb die Welt. Und in ihrer Titelzeile heißt es: „Sportlerpaar Saibou und Wester – Wie sich zwei Coronaleugner die Karriere zerstören“.

Und jetzt das! Ein Leser und eifriger Twitter-Nutzer („Frankendemo“), der gestern hier den Beitrag über Saibous Entlassung gelesen hatte, machte einen unglaublichen Fund: Fußball-Nationalspieler Benjamin Henrichs, der zu RB Leipzig wechselt, hat am 6. Juni mit heruntergezogenem Mundschutz an einer „Black Lives Matter„-Demonstration teilgenommen, auf der ganz offensichtlich der Mindestabstand nicht eingehalten wurde. Und sich damit auch stolz auf seinem Instagramm-Account gebrüstet:

Doch es kommt noch dicker. Der Leser fand unglaubliche Szenen im „Aktuellen Sportstudio“ des ZDF. Keine andere als Dunja Hayali präsentierte in der völlig politisierten Sendung einen Video-Einspieler, in dem zu sehen war, dass Henrichs ohne aufgesetzten Mundschutz an einer Demonstration teilgenommen hatte, bei der die Hygiene-Vorschriften missachtet wurden.

In lobendem Ton sagt der Sprecher über den Nationalspieler: „Er ist letzten Samstag selbst auf die Straße gegangen, für Solidarität und Black Lives matter“. Sodann wiederholt Hayali nochmal lobend Henrichs Straßen-Einsatz und fragt ihn, der als Studiogast anwesend ist, warum ihm das so wichtig sei. Kein einziges Wort zu dem Hygiene-Verstoß. Die gleiche Hayali, die sich am Wochenende massiv über genau die gleichen Hygiene-Verstöße bei der anderen Demonstration echauffierte.

Sodann wendet sich die ZDF-Vorzeigefrau zu einer zugeschalteten Sportlerin und fragt sie, ob wir in einer besonderen Zeit lebten, in der Sportler eine Vorbildfunktion haben. Welche? Ohne aufgesetzten Mundschutz und Mindestabstand auf die Straße zu gehen? Das fragt Hayali nicht. Dafür spricht sie an, dass es Probleme mit der Meinungsfreiheit für Sportler gebe – für solche, die auf Linie des Zeitgeists sind selbstverständlich. Aha!

Sodann entlockt Hayali den beiden Sportlern noch Klagen über „positiven Rassismus“ – dass ihnen Komplimente wegen ihrer Hautfarbe gemacht würden. Der Fußball-Millionär klagt, Menschen würden ihn schon mal fragen, wie es sei, so eine Frisur zu haben (obwohl dук zumindest aktuell eine völlig unauffällige Frisur hat, aber früher – möglicherweise zur betreffenden Zeit, grell blond war). Heute würde er in so einem Fall, also freundlichen Worten, „sofort einschreiten“, sagt Henrichs. All das ist keine Satire, Hayali meint all das ernst: Sehen Sie hier die Sendung.

Hier stellt sich auch die Frage, warum das „aktuelle Sportstudio“ zu einer Polit-Sendung und Werbeveranstaltung für die Anti-Rassismus-Bewegung gemacht wird. Das ist Zweckentfremdung von Gebührengeldern und Irreführung der Zuschauer: Wo Sport draufsteht, hat auch Sport drinnen zu sein. Hayali mahnt dann auch noch mal, nicht nur „Menschen rechtsaußen“ seien rassistisch, sondern Rassismus ziehe sich quer durch die Gesellschaft. Liebesgrüße an den Gebührenzahler.

Auch „Sport 1“ hatte keine Probleme, dem ohne Mundschutz und ohne Mindestabstand demonstrierenden Henrichs eine Plattform zu bieten, ohne seine Verstöße auch nur ansatzweise zu thematisieren – ganz im Gegenteil. „Benjamin Henricks, ein Vorbild vom Allerfeinsten“, lobt der Sprecher, bevor die Bilder des Nationalspielers auf der Demo zu sehen sind: „Im Gespräch mit uns zeigt er sein wertvolles gesellschaftliches Denken, nicht nur beten, dass vieles besser wird, sondern aktiv dazu beitragen, in der Anti-Rassismus-Bewegung Black-Lives Matter“. Sodann sagt Henricks: „Ich wollte zeigen, dass ich auf die Straße gehe, für Gleichberechtigung kämpfe“. Im Anschluss sind Bilder zu sehen von ihm ohne Mundschutz und ohne Mindestabstand von anderen Demonstranten. Der Sprecher weiter: „Genau dafür, Öffentlichkeit schaffen, genau darum geht es, und als Prominenter hat er eine Stimme, die gehört wird.“ Henricks wiederholt sodann die Phrase von Bundespräsident Steinmeier: „Es reicht nicht aus, zu sagen, man ist kein Rassist. Man muss Antirassist sein“.

Das Fazit: 1.) Sportsendungen sind heute Polit-Instruktion

2.) Der arme Basketball-Nationalspieler Saibou war im Gegensatz zu seinem Fussball-Kollegen schlicht und einfach auf der falschen Demonstration und hat die falschen politischen Ansichten. Sonst wäre er gefeiert geworden statt gefeuert. Auch Augsburgs Trainer Heiko Herrlich hätte wohl „Black Lives Matter“ rufen sollen, als er gegen die Corona-Regeln aus dem Vereinshotel in einen Supermarkt ging, um eine Zahnbürste zu kaufen – und dafür bundesweit heftigst attackiert wurde.

Die Doppelmoral hat erstaunlich Ausmaße erreicht. Der Twitter-Nutzer „Klargo Nerd“ dokumentiert sie seit langem sehr beeindruckend. Hier ein paar Beispiele:


PS.: Die Entlassung von Saibu und die lauten Forderungen nach einer Einschränkung der Versammlungsfreiheit waren Thema in meinem Livestream auf youtube. Die Sendung finden Sie hier:


Wer die Wahrheit sagt, braucht ein schnelles Pferd, besagt ein chinesisches Sprichwort. In Deutschland 2020 braucht man dafür eher einen guten Anwalt.

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Bild: Screenshots twitter/Pixabay/bearbeitet/Boris ReitschusterText: red

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