Hass und Hetze: Wie mich die (Migr)Antifa terrorisierte



Sie geben sich als Verteidiger der Demokratie aus und Vorkämpfer gegen Hass und Hetze - doch wenn man genauer hinsieht, ist alles umgekehrt: Auf der "Demonstration gegen Polizeigewalt der Anti-Rassismus-Bewegung am Samstag in Berlin wurde ich massiv angefeindet, beleidigt, eingeschüchtert, und am Arbeiten gehindert. Eine Rednerin versuchte zweimal, die Tausenden Menschen gegen mich aufzuhetzen - einmal unter voller Nennung meines Namens. Mein "Verbrechen": Ich habe meine Arbeit als Journalist gemacht und auf der Demonstration gefilmt. Und dabei nicht einmal mehr versucht, Interviews zu machen - weil ich in den vergangenen Wochen mehrfach die Erfahrung machte, dass dies zu Aggression führt. Ich habe also nichts anderes gemacht, als mein gutes, gesetzlich verbrieftes Recht als Journalist wahrzunehmen. Ich würde sogar sagen: Meine Aufgabe als Presse zu erfüllen. Am Schluss blieb mir nur - buchstäblich - die Flucht. Und zwar durchs Gebüsch. Dass solche Zustände in einem demokratischen Deutschland möglich sind, hätte ich mir noch vor kurzem nicht träumen lassen. Hier meine Video-Reportage - und darunter noch ein paar Anmerkungen.

Dass ich letzten Endes heil blieb, ist nur der Berliner Polizei zu verdanken, und hier insbesondere dem Beamten, der im Abschnitt an dem Tag das Kommando hatte. Er machte den Organisatoren ganz klar deutlich, dass sie im Unrecht sind. Geholfen hat das wenig: Hätte ich auf meinem Recht auf freie Berichterstattung bestanden, hätte das garantiert zu einem massiven Polizeieinsatz geführt - denn ohne die Intervention der Beamten wäre ein Arbeiten nicht mehr möglich gewesen, wie man am Schluss sieht, als ich mit Regenschirmen behindert werde. Ich habe mich entschlossen, es nicht zur Eskalation kommen zu lassen. Ob das richtig war, weiß ich nicht. Denn manchmal muss man auch entschiedene Schritte machen, um Zeichen zu setzen und Rechte zu verteidigen. Ich war und bin allerdings überzeugt, dass das Filmmaterial, das ich habe, bereits ausreichend ist, um die Demokratie-Feindlichkeit und Intoleranz der Veranstaltungs-Organisatoren zu belegen, ihren Hass und ihre Hetze.

Wer die Wahrheit sagt, braucht ein schnelles Pferd, besagt ein chinesisches Sprichwort. In Deutschland 2020 braucht man dafür eher einen guten Anwalt.

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