"Partyszene" in Frankfurt - was die Medien wieder verschweigen...

Aktualisiert: Juli 20


Nicht nur in Stuttgart ist die „Party- und Eventszene“, wie es im neudeutschen, politkorrekten Sprachgebrauch heißt, sehr aktiv in der Innenstadt, vor allem am Wochenende. Auch in Frankfurt zeigt sie sich sehr "feierfreudig". Heute Nacht mit 39 Festnahmen und fünf verletzten Polizisten. Und damit niemand auf falsche Gedanken kommt, wird auch gleich in den Überschriften in Medienberichten „geframt“, wie man es heute in einem Anglizismus nennt, wenn das Denken von Hörern, Lesern und Zuschauern in eine bestimmte Richtung geleitet werden soll, vor allem durch Wortwahl.


„Nach Freiluft-Party: Randalierer werfen Flaschen nach Polizisten am Opernplatz“ - so lautet die Überschrift in der öffentlich-rechtlichen „Hessenschau“ des Hessischen Rundfunks. Und weiter: „Die Polizei berichtet von hunderten Randalierern und Angriffen auf Beamte. 39 Menschen wurden festgenommen.“ Hier sehen Sie Videos von der "Partyszene":


Damit niemand auf die Idee kommt, es könne sich, wie in Stuttgart, um einen vorwiegend von Migranten und deren Kindern dominierten Mob handelt, heißt es dann schnell in dem Bericht: „Der Frankfurter Opernplatz hat sich in den vergangenen Wochen zum Hotspot für Freiluft-Partys entwickelt.“


Die Süddeutsche Zeitung schreibt: "Der Platz vor der Alten Oper hat sich zu einem beliebten Treffpunkt entwickelt. Besonders in den vergangenen Wochen nutzten ihn viele Frankfurter als eine Art Freiluft-Partyzone. Weil die Bars und Clubs wegen der Corona-Beschränkungen noch immer geschlossen sind, kommen an den Wochenenden tausende Menschen zusammen, um auf der Fläche mit dem Brunnen in der Mitte und den Lichtern der Großstadt im Hintergrund zu feiern, meist in friedlicher Stimmung." Unglaublich: Da empören sich die deutschen "Leitmedien" gefühlt seit Wochen ständig über Partys auf Mallorca, am Ballermann, zeigen ständig mit dem Finger auf Spanien - und jetzt das! Tausende mitten in Frankfurt, die Journalisten wussten es - und schwiegen? Fragen über Fragen..


Es gab denn auch Berichte, die Stimmung sei eskaliert, als die Polizei versuchte, die Corona-Bestimmungen durchzusetzen. Diese Berichte wurden dann aber dementiert.

Ich kenne Frankfurt nur schlecht und maße mir kein Urteil an. Zwei Bekannte, die ich gerade telefonisch kontaktierte, bestätigen mir aber, dass dort Zustände herrschen, die denen in Stuttgart wenn nicht ähneln, sondern diese sogar übertreffen. Und dass es sich um haargenau die gleiche migrantische, gewaltaffine Szene handelt wie in der Schwaben-Metropole. Der Opernplatz gleiche nach den Feiern regelmäßig einer Müllhalde, so die übereinstimmende Meinung.


Angaben von Augenzeugen zufolge kam es auf dem Opernplatz in der Nacht zum Sonntag zu einer Massenschlägerei zwischen zwei Gruppen. Als ein Mann blutend auf dem Boden lag, wollte ihm ein Polizist helfen. Was die Frage aufwirft, ob und wie sie vorher eingriff bzw. ob ihre Präsenz vor Ort stark genug war, um das zu tun. Daraufhin solidarisierten sich die beiden rivalisierenden Gruppen miteinander und attackierten ohne erkennbaren Grund gemeinsam die Polizei. Immer, wenn ein Flaschenwurf gegen die Beamten erfolgreich war, applaudierten und jubelten die Anwesenden. Das habe ihn besonders erschüttert, sagte Frankfurts Polizeipräsident am Sonntag. Er habe so etwas noch nie erlebt in seiner Stadt. Die Polizei musste Verstärkung anfordern.


Auf seiner Pressekonferenz sagte der Polizeipräsident, dass die Festgenommenen in der "überwiegenden Mehrzahl" einen "Migrantionshintergrund" habe. In dem Artikel in der öffentlich-rechtlichen Hessenschau ergibt die Suche nach „migrant….“ keinen Treffen. Die Feiern auf dem Opernplatz seien „meist friedlich“ gewesen, schreibt der Sender - auch das wieder Framing, denn entweder es ist friedlich oder eben nicht.


Allerdings hätten, so heißt es in dem Artikel weiter, freiwillige Müllsammler vor zwei Wochen beobachtet, wie spätnachts Betrunkene an der Tür zur Alten Oper gerüttelt und leere Flaschen dagegen geworfen hätten: "Ordnungsdezernent Markus Frank (CDU) und Stadtpolizei berichteten von Beschimpfungen gegen Einsatzkräften, die etwa auf die Einhaltung der Corona-Regeln oder die richtige Müllentsorgung hinwiesen. Sie warnten vor Zuständen wie in Stuttgart in der Nacht zum 21. Juni, als hunderte Betrunkene Polizisten angriffen und Läden in der Innenstadt beschädigten. Umweltdezernentin Rosemarie Heilig (Grüne) sagte, bei den Opernplatz-Partys werde erst schön gefeiert, später kämen dann "Leute, die auf Randale aus sind"."


Das wirft die Frage auf, warum die Prävention schief lief und offenbar nicht genügend Beamten vor Ort waren. So erfreulich es ist, dass die Polizei - diesmal - Klartext redet: Wenn die Gewaltbereitschaft und Kriminalitätsneigung von migrantischen jungen Männern weiterhin nicht beim Namen benannt wird, wie das jetzt in der Hessenschau passiert, ist das die Aufforderung zu weiteren nächtlichen Raubzügen.


Ebenso, wenn das Ereignis heruntergespielt wird. Beim Focus etwa läuft es sehr weit unten auf der Seite, im „Panoramа“. Die Überschrift richtet sich am irreführenden „Framing“ mit der „Freiluftparty“ aus. Auch im Text keinerlei Hinweis auf Migranten.

Das Framing „Party“ zieht sich wie ein roter Faden durch die gesamte Berichterstattung:

Erstaunlich auch, wie die Frankfurter Allgemeine als Lokalzeitung ihre Leser in die Irre führt. Das Framing beginnt schon in der Überschrift: "Die Party wird zum Problem". Das Fazit des Beitrags macht fassungslos: "Dem Drang hinaus, so viel scheint jetzt sicher zu sein, sollte mit Angeboten begegnet werden, die professionelle Gastgeber unter freiem Himmel gestalten. Dass die Nächte friedlich bleiben, können sie zwar nicht garantieren. Sie könnten es aber wahrscheinlich machen." Glaubt die Autorin wirklich, wenn man Biertische aufstellt, dann wird alles ruhig am Opernplatz. War sie jemals zu den betroffenen Zeiten vor Ort? Erschreckend, wie weltfremd Journalismus sein kann.


Genau dieses Wegsehen ist Teil des Problems.

Lesen Sie hier die Analyse zur Medienberichterstattung zu den Krawallen:

PS: Auch in Erfurt gab es am Wochenende Randale. "Vor der Thüringer Staatskanzlei in Erfurt haben sich in der Nacht zum Samstag etwa 30 Menschen eine Schlägerei geliefert. Dabei wurden vier Menschen verletzt, einer davon schwer", schreibt die Mitteldeutsche Zeitung.


PS: Hier sehen Sie Bilder vom Kampf gegen die Vermüllung des Opernplatzes durch die "Partyszene", die mir ein Leser zuschickte. Im Internet kursierte das Gerücht, es handle sich um ein "Kunstprojekt". Das ist es aber nicht - es ist versuchte Notwehr gegen die Vermüllung. Die Bemühungen seien aber erfolglos, schrieb der Leser.

PS: Ein Leser machte mich darauf aufmerksam, dass in der um 17.08 Uhr aktualisieren Version der im Bericht erwähnten Hessenschau ein Hinweis auf den Migrationshintergrund der Tatverdächtigen ergänzt wurde.

Wer die Wahrheit sagt, braucht ein schnelles Pferd, besagt ein chinesisches Sprichwort. In Deutschland 2020 braucht man dafür eher einen guten Anwalt.

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