Polizeibekannter Afghane ersticht seine Frau im Linienbus

Der mutmaßliche Täter war polizeibekannt. Bereits im November 2019 griff der 37-Jährige Mann aus Afghanistan seine zehn Jahre jüngere Frau an. Jetzt kam es zur blutigen Eskalation, am helllichten Tage, mitten in einem mit Schulkindern besetzten Linienbus in Obergünzburg im Allgäu: Der Mann erstach seine ebenfalls aus Afghanistan stammende, 27-Jjährige Noch-Gattin. Der Busfahrer griff ein, zerrte den Angreifer weg, aber das beherzte Eingreifen kam zu spät. Der Afghane floh aus dem Bus, konnte dann aber bei einer schnell eingeleiteten Großfahndung gefasst werden, wie die Allgäuer Zeitung (AZ) berichtete.

Das Opfer sei im Ort als freundlich bekannt gewesen und habe einen Deutschkurs in Kempten gemacht, berichtet das Blatt und zitiert eine Passantin: „Unfassbar, dass so etwas bei uns passiert. Man fühlt sich selbst hier nicht mehr sicher.“ 

In dem Bus befanden sich laut AZ-Informationen etwa zehn Schulkinder. Sie wurden ebenso wie die anderen Fahrgäste nach der Tat psychologisch betreut. Der mutmaßliche Täter sei wenige Kilometer nach seiner von ihm getrennt lebenden Frau in den Bus eingestiegen. Während sie in der zweiten Reihe saß, habe der Mann hinten Platz genommen. Kurz vor Obergünzburg soll er von hinten auf sie losgegangen sein und sie mit mehreren Messerstichen attackiert haben.

Beachtenswert ist, dass in überregionalen Medien wie etwa Spiegel Online, Focus Online, T-Online oder RTL die Nationalität von Opfer und Tatverdächtigem nicht genannt werden. Einerseits soll nach den Richtlinien des Deutschen Presserates die Nationalität von Tatverdächtigen nur genannt werden, wenn diese relevant oder von öffentlichem Interesse ist. Im vorliegenden Fall trifft aber beides zu: Weil es in Deutschland eine massive Zuwanderung aus Afghanistan gibt, und weil in diesem Land sehr viele Menschen durch Krieg und Gewalt traumatisiert sind, es kein Gewalttabu dort gibt und etwa Gewalt gegen Frauen durchaus ortsüblich ist, ist es von wesentlichem Interesse, dass daraus resultierende Probleme hierzulande bekannt werden, um entsprechende Maßnahmen zu ergreifen.

Viele Medien nennen im vorliegenden Fall korrekt die Nationalität des mutmaßlichen Täters; zwar so gut wie nirgends in der Überschrift und meistens erst weiter unten im Text versteckt, aber das ist zumindest legitim.

Der Mann hatte seine Frau bereits vor neun Monaten attackiert. Wäre das Thema Gewaltbereitschaft, gerade gegenüber Frauen, in Afghanistan (und in vielen anderen Zuwanderungs-Ländern) nicht so stark tabuisiert, hätten vielleicht bei den zuständigen Beamten, bei Nachbarn oder bei anderen die Alarmglocken geläutet und es hätte präventiv etwas unternommen werden können.

Das Verschweigen und Verdrängen von Problemen löst diese nicht, sondern führt dazu, dass sie einem über den Kopf wachsen. Gewaltimport ist ein Musterbeispiel dafür. Schon das Ansprechen des Themas ist ein Tabu, wer es wagt, muss mit Diffamierung rechnen – wie etwa Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) für seine Aussage vom August 2018, unter Migranten sei oft eine erhöhte Gewaltbereitschaft anzutreffen. Frei nach Orwell: Wo das Offensichtliche geleugnet wird, trifft die ganze Wut diejenigen, die es ansprechen.

Kölns Bürgermeisterin Elfi Scho-Antwerpes (67, SPD) erklärte nach dem sexuellen Übergriff gegen sie durch einen Migranten in der Öffentlichkeit, sie hätte damit nicht rechnen können. Würde mehr und ehrlicher berichtet, könnten wohl mehr Menschen mit Gefahren rechnen und hätten bessere Chancen, sich zu wappnen. Und auch potentiellen Tätern wäre zumindest mittelfristig mehr mit Gewaltprävention und im Notfall auch Abschreckung gedient als mit Verhätschelung und Verharmlosung, die allzu schnell in die Katastrophe führen.


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Bild: Shutterstock (Symbolbild)

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