Wie die Polizeiführung die Herkunft von Tätern verschleiert

Geht es Ihnen auch so wie mir? Haben Sie auch oft den Eindruck, dass bei uns die Herkunft von Tätern verschleiert wird und Polizei und Medien nicht die ganze Wahrheit sagen? Und ertappen Sie sich dann auch bei dem Gedanken, dass Sie da vielleicht zu kritisch sind? Dass schon alles seine Ordnung haben wird?

Leider musste ich gerade den Gegenbeweis erleben. Dass die Polizei eben nicht mit offenen Karten spielt. Und Medien dabei mitmachen. Nicht nur, dass die Berliner Polizei neun Tage lang die Vergewaltigung eines 15-jährigen Mädchens am Berliner Flughafensee verschwieg und auch die Angriffe auf Polizeibeamte dort mit Stein- und Falschenwürfen. So ungern ich mich selbst lobe – es muss doch unterstrichen werden, weil es so viel über die Zustände bei uns aussagt: All das wäre ohne mein ständiges Nachhaken und Dranbleiben kaum an die Öffentlichkeit geraten (siehe hier).

Und natürlich nicht ohne meine Quellen, die zeigen: Wir haben nur ein Problem mit der politische Führung. In den Behörden selbst sind Leute, die ihr Herz am richtigen Fleck haben (vielleicht werden sie deshalb von Medien und Politik so oft diffamiert, etwa als „Rassisten“ oder „Gewalttäter“). Menschen im Staatsdienst, die das Schweigen der Chefetage schlimm und verantwortungslos finden. Und den Mut haben, es nicht durchgehen zu lassen. Ihnen gebührt höchster Respekt. So habe ich von Anfang an die Information bekommen, dass es vor allem Migranten waren, die hinter den Gewalttätigkeiten steckten.

Dazu befragte ich dann auch die Polizei: „Wie würden Sie die Anwesenden vor Ort beschreiben? Treffen Beschreibungen zu, dass es sich dem Augenschein nach zu einem großen Teil um Menschen mit Migrationshintergrund handelte? Und teilweise auch der Clanszene zuzuordnen waren?“

Die Antwort der Polizei lautete wie folgt: „Identitäten wurden nur im Zusammenhang mit strafprozessualen Maßnahmen festgestellt. Bei allen weiteren Badegästen geschah dies nicht, sodass keine Aussage zu Identitäten sowie Hintergründen von Personen getroffen werden können.“Damit wird meine Frage gar nicht beantwortet. Denn die richtete sich nach Beschreibungen und dem Augenschein.

Stattdessen kam eine Aussage, die zwar faktisch richtig ist, aber grob irreführend (man hätte genauso schreiben können: „Die Mondphasen wurden an diesem Abend nicht beobachtet“ – sicher auch wahr, aber eben nicht gefragt).

Denn in einem internen Bericht, der mir vorliegt, steht klipp und klar: „Auffällig waren vor Ort, zum größten Teil, junge männliche Personen mit Migrationshintergrund und dunkler Hautfarbe“.

Das zu verschweigen, ist Irreführung. Und es ist auch traurig, dass die großen Medien die irreführenden Aussagen entweder so übernehmen oder das Thema Herkunft völlig ausklammern. In der Antwort der Polizei an mich steht: „Der Polizeipräsidentin vor Ausführung vorgelegt“. Der Vorgang war also im Augenmerk der Chefetage. Und diese war zumindest im Bilde.Vor diesem Hintergrund muss man sich vor Augen halten, was der Politiker Benedikt Lux von den Grünen, die in Berlin an der Regierung sitzen, sagte – ausgerechnet im früheren SED-Blatt „Neues Deutschland: „Wir haben die gesamte Führung fast aller Berliner Sicherheitsbehörden ausgetauscht und dort ziemlich gute Leute reingebracht. Bei der Feuerwehr, der Polizei, der Generalstaatsanwaltschaft und auch beim Verfassungsschutz. Ich hoffe sehr, dass sich das in Zukunft bemerkbar macht.“In der Tat. Es macht sich sehr bemerkbar.

PS: Ich spreche heute über den islamistischen Anschlag in Berlin mit Ihnen im Livestream ab 19.30 Uhr auf Youtube. Fragen gerne vorab per Kontaktformular. Zur Sendung geht es – auch danach  – über diesen Link.


Wer die Wahrheit sagt, braucht ein schnelles Pferd, besagt ein chinesisches Sprichwort. In Deutschland 2020 braucht man dafür eher einen guten Anwalt.

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Bild: Shutterstock/bearbeitet/ReitschusterText: br

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