«Neue Ostpolitik wäre Katastrophe»

Was Gabriel und die SPD mit Putin machen, ist „kein Dialog, sondern eine Kapitulation“ – diesen Vorwurf hat jetzt der Ex-Vize-Premier von Russland und Putin-Kritiker Alfred Koch erhoben: Jeder Versuch, Brandts Ostpolitik zu reanimieren, sei „der sichere Weg in die Katastrophe“, so der Mann, der Putin aus gemeinsamen Petersburger Zeiten gut kennt, in einem Interview mit mir, das auf bild.de erschienen ist. Via Link geht es zu den Kernthesen.

 

Kochs Kernaussagen:
1.) „Jede Politik im Geiste eines Brandts ist nur dann gut, wenn sie im Kreml adäquat aufgefasst wird (…) Putin „fasst jedes Entgegenkommen als Sieg auf und als Signal, dass der beste Weg für ihn ist, den Druck auf den Westen noch weiter zu erhöhen (…) Er ist überzeugt, dass jeder von Haus aus böse Absicht hat und bestechlich ist, und zwar nicht nur Politiker, sondern alle Menschen. Weil er selbst ein dreister Lügner ist, ist er überzeugt, dass alle anderen Menschen genauso sind. Und dass es dumm und irrational wäre, ihnen gegenüber sein Wort zu halten. Deshalb ist es unmöglich, mit Putin Vereinbarungen zu schließen. Und deshalb ist jeder Versuch, Brandts Ostpolitik zu reanimieren, der sichere Weg in die Katastrophe.“
2.) „Putins Konzept der „Souveränität“ raubt dem System internationaler Abkommen seinen Sinn – und zerstört jegliche Grundlage für Vertrauen.“
3.) „Putin kann man nicht vertrauen. Mit ihm kann man nur aus einer Position der Stärke heraus sprechen“
4.) „Russland durchläuft konsequent alle Entwicklungsphasen einer klassischen Diktatur.“
5.) „Ich denke, er hat jetzt eine Machfülle, wie sie Hitler nach dem Reichstagsbrand hatte.“
6.) „Es ist es unmöglich, mit Putin Vereinbarungen zu schließen“

Das gesamte Interview ist auf bild.plus abrufbar (http://www.bild.de/…/russland-interview-alfred-koch-4794909…)

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