Massive linke Gewalt gegen Polizei in Leipzig Ob Steinmeier hier auch Orden verteilen wird?

45 Minuten lang befand sich der Leipziger Stadtteil Connewitz am Freitagabend im Ausnahmezustand. Wieder einmal. Solche Nachrichten haben inzwischen fast Gewohnheitscharakter. Es war eine Spontandemo, die in dem linksalternativen Viertel eskalierte. Linke Gewalttäter bewarfen Polizisten mit Steinen. Schon am Abend zuvor hatte es in Connewitz Ausschreitungen gegeben. Diesmal wurden Mülltonnen angezündet und brennende Barrikaden auf Straßenbahn-Schienen errichtet. Insgesamt wurden acht Polizisten verletzt.

Fast alle Demonstranten waren laut Polizeiangaben schwarz gekleidet und vermummt. Das sind Erkennungszeichen der örtlichen linksextremen Szene bzw. der Antifa. Auslöser der nicht angemeldeten Demonstration war ein Einsatz der Polizei gegen eine Hausbesetzung am Mittwoch. Schon bei einer ersten Demonstration am Donnerstagabend waren Polizeiautos angegriffen und Barrikaden errichtet worden. Beamte wurden mit Flaschen beworfen und Pyrotechnik gezündet. Laut Behörden wurden 22 Menschen festgenommen. Unter anderem wegen Landfriedensbruchs, versuchter Körperverletzung, gefährlichen Eingriffs in den Luftverkehr durch Blenden eines Hubschrauberpiloten mit einem Laserstrahler und Sachbeschädigung.

Sachsens Innenminister Roland Wöller (CDU) kündigte an, er werde sich für schärfere Strafen bei Gewalt gegen Polizisten einsetzen. Das Geschehen in Connewitz zeige, dass es nur noch um rohe Gewalt gegen Menschen und Sachen gehe: “Insbesondere gezielte Angriffe auf Polizeibeamte haben ein unerträgliches Ausmaß erreicht und sind nicht hinnehmbar.”

In den Medien wurde zwar über die Vorfälle berichtet, doch eher beiläufig. In der Süddeutschen war das Thema am frühen Samstag Abend auf der Startseite nur noch als winziger Hinweis in der Randleiste zu sehen, ebenso beim Spiegel. In der Zeit war es nicht mal mehr unter den dreißig ersten Meldungen. Bei der Frankfurter Allgemeinen ergab die Suche nach “Leipzig” und “Connewitz” auf der Startseite keinerlei Treffer. In der taz war es an 15. Stelle. Aber wer weiß – vielleicht haben die linke Zeitung bzw. ihre Leser ja eine besondere Herangehensweise zu linker Gewalt gegen die Polizei. Auf Tagesschau.de war die Randale auf Platz 14, hinter dem “Gedenken an NSU-Opfer.” Bei heute.de waren die Ausschreitungen auf Platz 30.

Hier sticht eine Diskrepanz zu der Berichterstattung über die Demonstration von Corona-Maßnahmen-Gegnern am vergangenen Samstag in Berlin ins Gesicht. Der vermeintliche “Reichstagssturm”, der in Wirklichkeit keiner war (siehe hier und hier), beherrschte mehr als einen Tag lang die Schlagzeilen. Dabei wurde keinem einzigen Beamten auch nur ein Haar gekrümmt. Was Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier nicht davon abhielt, drei Beamte gleich am übernächsten Tag im Schloss Bellevue zu empfangen und und ihnen persönlich zu danken.

Rassismus-Demos: Wie die Medien linke Gewalt verschweigen

Als wenige Wochen zuvor bei der großen Anti-Rassismus-Demo in Berlin Dutzende Beamte verletzt wurden, schwieg sich etwa die Tagesschau in ihrer Abendsendung darüber aus und berichtete nur von friedlichen Protesten. Als ein Beamter bei einem Einsatz gegen Linksextreme in Neukölln ebenfalls vor einigen Wochen gezielt mit einer Flasche im Gesicht attackiert wurde, gab es darüber wochenlang keine Berichte. Obwohl der Polizist um sein Augenlicht kämpft. Erst nach einer Nachfrage von mir kam die Schwere der Verletzungen an die Öffentlichkeit.

Berliner Polizei: Geht Ideologie vor Täter-Verfolgung?

Von einem Besuch von Steinmeier bei dem schwer verletzten Polizisten im Krankenhaus ist nichts bekannt. Stattdessen machte der Bundespräsident Reklame für die Band “Feine Sahne Fischfilet”, die in ihren Songtexten offen zu Gewalt gegen die Polizei aufruft.

Linke Hetzjagden auf Polizisten?

Die Medien berichten seit Wochen massiv über angebliche Gewalt und Rassismus von Polizisten. In der taz rief eine Autorin gar dazu auf, Polizisten auf dem Müll zu entsorgen. Damit haben die Medien eine Mitverantwortung für die Gewalt gegen die Polizisten. Sie haben eine Atmosphäre mit geschürt, in der diese Gewalt gedeihen kann. Eine Mitverantwortung haben auch Bundespräsident Steinmeier und all die Politiker, die bei linksextremer Gewalt keine klaren Worte finden.

Es wäre höchste Zeit zum Umdenken. Die Hoffnung, dass dies geschieht, ist gering.

Die Polizei muss sich derweil auf eine neue Krawallnacht vorbereiten. Für Samstagabend ist in Connewitz eine Demonstration unter dem Motto “Kämpfe verbinden – Für eine solidarische Nachbar*innenschaft” angemeldet.

Über das Wort “Nachbar*innenschaft” müsste man fast lachen, wenn das Thema nicht so traurig wäre.

PS: In der Nacht auf Sonntag wurde vermeldet, dass es zu einer dritten Krawallnacht in Connewitz gekommen ist. Als Steine flogen und Bengalos gezündet wurden, löste die Polizei die Demonstration auf. Interessant ist, wie verharmlosend manche Überschriften dazu sind:

Bild: Montecruz Foto

 

22 Kommentare zu Massive linke Gewalt gegen Polizei in Leipzig
    klaus krehbiel-gräther
    5 Sep 2020
    21:29
    Kommentar:

    In der Tagesschau rechtfertig die Linke Juliane Nagel quasi die Gewalt in Leiptig in dem sie sagte " ....viele greifen daher vor diesem Hintergrund (bezahlbarer Wohnraum) zur Gewalt, weil sie denken, dass ihre Ziele so nicht zu erreichen sind".

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    Daniel Freund
    5 Sep 2020
    22:06
    Kommentar:

    Jeder Polizist, nicht nur in Leipzig, sondern in ganz Deutschland, der tagtäglich seinen Kopf hinhält und sein Leben riskiert für eine Polizeiführung, die mehr Wert auf Transexuellengenderdreck in Twitternachrichten legt, als ihren Polizisten öffentlich den Rücken zu stärken, verdient es

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      Zweistein
      5 Sep 2020
      23:32
      Kommentar:

      Polizisten sollen per Dienstanweisung freundlich sein und deeskalierend arbeiten. Grundsätzlich wird ja immer zuerst den Polizisten die Schuld gegeben, wenn eine Situation eskaliert. Deshalb sind sie vorsichtig. Das ist einfach nur Eigenschutz und vernünftig. Wenn man weiß, dass die Vorgesetzen

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        Daniel Freund
        5 Sep 2020
        23:47
        Kommentar:

        Du scheinst die Aussage in meiner Nachricht nicht verstanden zu haben.

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    Dagmar Hansen
    5 Sep 2020
    22:31
    Kommentar:

    Lieber Herr Reitschuster, vielen Dank für Ihre Berichterstattung. Mir fiel auf, dass über die Ausschreitungen in Connewitz nur wattebauschähnlich verschleiernd am Rande in den Medien berichtet wurde. Ich vermutete, dass mehr dahinter steckt, und meine Vermutung wurde bestätigt. Mein Hirn

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      Daniel Freund
      5 Sep 2020
      22:52
      Kommentar:

      du gibst ein sehr anschauliches Beispiel dafür ab, warum wir in diesem Land in dieser widerlichen Situation sind. Auf der einen Seite erkennen die meisten Leute die Ungerechtigkeit dieser linksideologisierten Politik und diese manipulative Berichterstattung der Medien, auf der anderen

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        Hans Peter
        5 Sep 2020
        23:44
        Kommentar:

        Jede und jeder, die oder der sich sozial oder sozialinnen ächten oder ächtinnen lässt, sollte sich oder sichinnen neue soziale oder sozialinnene Kontakte oder kontaktinnen suchen oder suchinnen

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    Dagmar Hansen
    5 Sep 2020
    23:01
    Kommentar:

    Eine Kostprobe von dem, was Herr Steinmeier als unser Bundespräsident und Fan von "Feine Sahne Fischfilet" anscheinend gut findet: Wut Songtext Leere Gesichter, viele Fragen Niemand der ihnen Antwort gibt Was können sie hier noch wagen Heute Nacht - schlagen

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      5 Sep 2020
      23:42
      Kommentar:

      Vielen Dank, da baue ich noch was. im Text ein!

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      text030
      6 Sep 2020
      07:45
      Kommentar:

      Immer wieder wichtig, darauf hinzuweisen!

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    Rudi Ratlos
    6 Sep 2020
    00:10
    Kommentar:

    Ich frage mich, wie es in Polizisten so denkt, wenn sie tagtäglich in den Medien beschimpft und des Rassismus verdächtigt werden? Dann werden Polizisten angehalten, ausgerechnet bei friedlichen Demonstrationen (Ausgerechnet jene, die die Polizei achten und nicht von "Bullen" sprechen.)

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    Rudi Ratlos
    6 Sep 2020
    00:26
    Kommentar:

    In der DDR gab es 1987 den Überfall auf ein Punkkonzert in der Zionskirche. Es war ein Weckruf und die SED-Führung eingestehen, dass es ein Neonaziproblem gibt. Es ließ sich nicht mehr länger verheimlichen, aber wahrscheinlich haben die meisten DDR-Bürger

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    Epaminondas
    6 Sep 2020
    01:01
    Kommentar:

    Hervorragender Bericht, Boris. Mach weiter so.

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    text030
    6 Sep 2020
    07:48
    Kommentar:

    Die Entwicklung hat etwas vom "Zauberlehrling"... Die haben die Kampfhunde nicht mehr unter Kontrolle.

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    Hein Noog
    6 Sep 2020
    08:07
    Kommentar:

    Herr Steinmeier, ich warte auf die Ordensverleihung. Können wir vermutlich lange warten, denn das ist ja sein Klientel, Aktivisten eben. Dieser Mensch ist der peinlichste Bundespräsident, den dieses Land jemals hervor gebracht hat. Ach hätten wir doch den Wulff behalten,

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    Hansgeorg Voigt
    6 Sep 2020
    08:55
    Kommentar:

    Die Antifa ist die SA der Sozialisten bestehend aus der SPD, den Grünen und Linken. Dementsprechend hat Herr Steinmeier und auch die restlichen Granden der Politik kein Problem mit solchen Ausschreitungen. Wäre das eine Spontandemo der Nazis - wo sind

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      Bichler
      6 Sep 2020
      10:00
      Kommentar:

      Wer finanziert die Antifa-Terroristen in Deutschland ? Einige Finanziers sind bekannt. 1. Der Wissenschaftliche Dienst des Deutschen Bundestages informierte Abgeordnete im Bundestag gerade darüber, dass die Antifa finanziell aus dem Bundesprogramm „Demokratie leben“ des Familienministeriums unterstützt wird. https://www.tichyseinblick.de/daili-es-sentials/antifa-nicht-extremistisch-weil-das-geld-vom-staat-kommt/ 2. Grünen-Politikerin

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