Unglaublich: Schon 2013 und 2015 massive Corona-Warnungen der WHO

„Das ist sicher eine Fälschung“ – so war meine erste Reaktion, als mir eine Freundin heute einen Screenshot von einem Artikel auf Focus Online aus dem Jahr 2013 schickte. „WHO warnt – Corona-Virus ist ,Gefahr für die ganze Welt´“, steht da in dicken Buchstaben. Als ich mich ans Suchen machte, staunte ich nicht schlecht, dass die Nachricht echt ist. Und dass es noch einmal eine sehr ähnliche, ja fast gleichlautend aus dem Jahr 2015 gibt.

In der älteren der beiden Nachrichten, aktualisiert am Dienstag, 19.11.2013, um 00:04 Uhr, heißt es: „Angesichts von mehr als 20 Todesfällen hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) eindringlich vor dem neuen Coronavirus gewarnt. Unter allen Gesundheitsproblemen mache ihr dieser Erreger ‘derzeit die größten Sorgen‘“, sagte WHO-Generaldirektorin Margaret Chan in Genf.“ Und weiter: „‘Das neue Coronavirus ist eine Gefahr für die ganze Welt.‘ Es ähnelt dem Sars-Erreger, an dem vor zehn Jahren etwa 800 Menschen starben. Frankreich meldete unterdessen am Dienstag den landesweit ersten Toten durch das neue Virus. Bei dem 65 Jahre alten Patienten in Lille war nach einer Saudi-Arabien-Reise die Infektion festgestellt worden. Er hat möglicherweise einen weiteren Patienten angesteckt.“ Auch in München ist demnach 2013 ein 73-jähriger Patient aus den Vereinigten Arabischen Emiraten an den Folgen einer Coronavirus-Infektion gestorben. Die Meldung stammt von der Deutschen Presseagentur, dem Leitmedium der deutschen Redaktionen. Auch die Frankfurter Allgemeine etwa übernahm die Nachricht.

In einer Meldung knapp zwei Jahre später, aktualisiert am Mittwoch, 09.09.2015, heißt es: „Es beginnt mit den Symptomen einer Grippe und kann tödlich enden: eine Infektion mit dem Coronavirus. Der gefährliche Erreger breitet sich vom Nahen Osten her in Europa aus. Nun ist in Frankreich ein Mann gestorben. Die WHO spricht von einer weltweiten Bedrohung. In Frankreich ist ein mit dem gefährlichen Coronavirus infizierter Mann gestorben. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat angesichts von mittlerweile mehr als 20 Todesfällen eindringlich vor dem neuen Coronavirus gewarnt. Unter allen Gesundheitsproblemen mache ihr dieser Erreger ,derzeit die größten Sorgen’, erklärte WHO-Generaldirektorin Margaret Chan in Genf. ‚Das neue Coronavirus ist eine Gefahr für die ganze Welt.` Der WHO wurden seit September 2012 bis zum 23. Mai 2013 aus acht Ländern insgesamt 44 bestätigte Infektionen mit dem neuen Erreger (MERS-CoV) gemeldet.“

Weiter heißt es in der Meldung, die ebenfalls auf die dpa zurückgeht: „‚Gemessen an den potenziellen Gefahren wissen wir zu wenig über dieses Virus‘, sagte Chan laut WHO-Mitteilung zum Abschluss der 66. Weltgesundheitsversammlung. ‚Keine neue Krankheit ist unter Kontrolle, die sich rascher entwickelt als unser Verständnis davon.‘ Die Staaten müssten gemeinsam reagieren: ‚Das neue Coronavirus ist kein Problem, das ein einzelnes betroffenes Land für sich allein lösen kann.‘“

Der Netzfund ist brisant. Denn er wirft sofort die Frage auf: Warum waren die WHO und die Regierungen so schlecht vorbereitet zum Beginn der jetzigen Pandemie? Etwa, wenn Gesundheitsminister Jens Spahn noch im Februar sagte, sie sei so gefährlich wie eine Grippe. Was sich zumindest bei den Todeszahlen in Deutschland zumindest bislang sogar bewahrheitet – allerdings nicht überall auf der Welt. Mindestens genauso brisant: Warum hielt die WHO die Corona-Virus-Versionen von 2013 und 2015 zunächst für so enorm gefährlich, und warum stellte sich diese Warnung für die damaligen Versionen des Virus rückwirkend als falsch heraus?

Die früheren und fast identischen Warnungen vor Virus-Versionen, die sich als relativ harmlos entlarvten, werden sicher auch Wasser auf die Mühlen derjenigen sein, denen die Angst vor dem Virus und die Maßnahmen überzogen scheinen. Denn damals endete ja alles glimpflich – genau so, wie es Kritiker der aktuellen Corona-Maßnahmen auch für die aktuelle Corona-Welle beteuern, etwa Professor Sucharit Bhakdi oder der SPD-Gesundheitsexperte, langjährige Bundestagsabgeordnete und Arzt Wolfgang Wodarg.

Ich selbst maße mir als Nicht-Fachmann kein Urteil an. Aber auch dieser Netzfund belegt wieder deutlich, wie viel Aufklärungsbedarf bei dem Thema herrscht und wie verheerend es ist, wenn keine offene Diskussion und kein Austausch unterschiedlicher Meinungen stattfindet. Wenn stattdessen “par ordre du mufti” bzw. “par ordre du Mutti” entschieden wird und Politik und Medien im Schulterschluss einen Meinungsstreit verhindern. Kanzlerin Merkel und ihr Gesundheitsminister Spahn geben da ein ebenso unglückliches Bild ab wie große Teile unserer Medien. Demokratie geht anders.


Wer die Wahrheit sagt, braucht ein schnelles Pferd, besagt ein chinesisches Sprichwort. In Deutschland 2020 braucht man dafür eher einen guten Anwalt.

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Bild: Screenshot Focus OnlineText: br

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